helge nordmannStatistik und Wahrscheinlichkeitleicht gemacht1.1 Analyse qualitativer DatenUnabhängig davon, ob die vorliegenden Daten quantitativer oder qualitativer Natur sind, kann die Anzahl eines jeden gemessenen Datums, die absolute Häufigkeit hi (kurz: die Häufigkeit) angegeben werden. Gelegentlich ist nicht die absolute Anzahl der Daten, sondern der Anteil eines bestimmten Datums an der Gesamtanzahl Σ hi aller Daten von Interesse. Daher wird die relative Häufigkeit hi;rel definiert (vgl. Wahrscheinlichkeit, Seite 40):
Die absolute oder relative Häufigkeit lässt sich anschaulich in Grafen darstellen. Für die Häufigkeit quantitativer Daten sind nur Histogramme (Blockdiagramme) oder Punktgrafen geeignet, so dass die Häufigkeit über dem Messwert aufgetragen wird (d.h.: die Häufigkeit wird als Funktionswert und der Messwert als Argument einer Funktion angesehen):
Qualitative Daten lassen sich auch in weiteren Grafen, etwa Sektorgrafen ('Tortendiagrammen') oder beliebig gestalteten Symbolen unterschiedlicher Größe darstellen:
Bei manueller Erstellung eines Sektorgrafen müssen die
Sektorwinkel aus den relativen Häufigkeiten errechnet werden.
Für die Sektorwinkel φi gilt dann 1.1.1 Praktisches Vorgehen in der Analyse qualitativer DatenDie Ermittlung der Häufigkeiten qualitativer Daten ist einfach. Liegen bereits Messungen vor, so sind die Anzahlen des Auftretens bestimmter Merkmalsausprägungen einer Messgröße bereits bekannt. Diese Daten liegen zumeist in Tabellenform (oder auch als manuell erstellte 'Strichlisten') vor.1 Es existieren, eventuell nach einem Nachzählen, Datenlisten mit Merkmalsausprägungen Ai und zugehörigen Anzahlen hi des Auftretens dieser Merkmale
Es müssen daher nur alle gemessenen Häufigkeiten addiert werden, um die Gesamtanzahl n aller Daten zu erhalten n = Σ hi Anschließend werden alle Häufigkeiten hi durch die Gesamtanzahl aller Daten dividiert: hi;rel = hi / n Damit sind dann alle relativen Häufigkeiten, die Anteile der Merkmalsausprägungen an der Gesamtheit, ermittelt. 1.1.1.B Beispiel zur Analyse qualitativer DatenDie Beliebtheit unterschiedlicher Getränke werde untersucht. In einer Befragung werde das bevorzugte Getränk, gemäß nachfolgender Tabelle angegeben:
Zu Analyse der Daten wird zunächst die Anzahl n aller Daten, die Summe der Häufigkeiten, ermittelt: n = Σ hi Nun lassen sich die relativen Häufigkeiten, als Quotienten aus den absoluten Häufigkeiten und der Datenanzahl (hier stark gerundet) angeben: (Etwa: hKaffe; rel = 63 / 114)
Damit ist die Datenanalyse bereits abgeschlossen. Die Ergebnisse lassen sich noch grafisch darstellen, hierzu wird auf nachfolgende Beispiele verwiesen. 1 Zur Ermittlung der Mindestanzahl erforderlicher Messungen siehe 'Parameterschätzungen', Seite 88
created 2007-03-16 |
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Lineare Optimierung -- ein Rezeptbuch UTB Quelle & Meyer Verlag, Stuttgart, 1996 12cm x 18,5cm, 152 Seiten vergriffen |
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Statistik und Wahrscheinlichkeit leicht gemacht Selbstverlag: helge nordmann, Bremerhaven Druck: BoD, Norderstedt, 2007 Paperback, 13,5cm x 21,5cm, 220 Seiten |
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Bezugsquellen: Im Buchhandel unter der ISBN 3-8311-4446-X Online via amazon.de (einfach klicken) Online via Libri (siehe unten) |
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